Wenn es den Beruf, den du gelernt hast, bald nicht mehr gibt?
Manchmal verschwindet nicht der Job, sondern der ganze Beruf. Die Stelle, für die jemand ausgebildet wurde, gibt es in dieser Form schlicht nicht mehr – weggefallen, automatisiert, in eine andere Rolle aufgegangen. Das ist kein Einzelschicksal, sondern passiert gerade in vielen Branchen gleichzeitig.

Der erste Reflex ist dann oft: mehr Bewerbungen schreiben. Noch eine Version des Lebenslaufs, noch ein Anschreiben, noch eine Jobbörse durchsuchen. Nur hilft das an dieser Stelle nicht wirklich weiter – Bewerbungen funktionieren für Stellen, die es gibt, mit einem Anforderungsprofil, das genau beschreibt, wen jemand sucht. Wenn diese Stellen aber gar nicht mehr existieren, laufen noch so viele Bewerbungen ins Leere.
Warum "mehr" hier nicht weiterhilft
Eine Bewerbung zeigt immer nur das, wonach explizit gefragt wird. Was jemand darüber hinaus kann – die eigentlichen, übertragbaren Fähigkeiten hinter dem alten Berufstitel – kommt in diesem Format kaum vor. Die eigentliche Frage ist deshalb eine andere: Was kann ich eigentlich, unabhängig von meinem bisherigen Berufstitel? Und wo wird genau das gebraucht?
Genau dafür gibt es eine Methode, die in Deutschland erstaunlich wenig bekannt ist: das Life/Work-Planning nach Richard Nelson Bolles und Daniel Porot. Im Kern geht es darum, gezielt Informationsgespräche zu führen – nicht um sich zu bewerben, sondern um zu verstehen, wie ein Feld wirklich funktioniert, und um sichtbar zu werden, bevor eine Stelle überhaupt ausgeschrieben ist. Ein großer Teil der Stellen wird nämlich nie offiziell veröffentlicht, sondern über genau solche Kontakte besetzt – der sogenannte verdeckte Arbeitsmarkt.
Kein Vitamin B nötig, um das zu nutzen – im Gegenteil. Informationsgespräche zu führen ist eine Fähigkeit, die man lernen kann, kein Netzwerk, das man schon mitbringen muss.
Warum das kaum jemand weiß
Das liegt selten an fehlender Klugheit oder Einsatz. In Schule, Ausbildung und Studium lernt man, wie man sich auf eine Stelle bewirbt – nicht, wie man herausfindet, was man eigentlich will und wo man gebraucht wird, wenn der alte Weg nicht mehr existiert. Diese Lücke ist normal, und sie lässt sich schließen.
Der erste Schritt kostet nichts
Genau dieses Vorgehen habe ich in ein Online-Programm übersetzt: „JA zum Berufswandel“. Ab sofort ist es kostenfrei. Du arbeitest in deinem Tempo, ohne Zeitlimit, mit Videos, Arbeitsblättern und kleinen Denkaufgaben. Am Ende steht deine eigene Berufstorte – ein klares Bild davon, was du weißt, was du kannst, was dir wichtig ist und welche Themen dich wirklich interessieren. Und du lernst, wie du über Informationsgespräche an Aufgaben kommst, die zu dir passen, ganz ohne klassische Bewerbung.
Und wenn du an einer Stelle merkst, dass du allein nicht weiterkommst, bin ich da – im persönlichen Coaching oder mit einer EOS-Diagnose. Die macht sichtbar, was sich durch Selbstreflexion allein kaum erschließt: was dich unbewusst antreibt und wie du unter Druck reagierst. Für eine berufliche Neuorientierung ist das oft der fehlende Baustein.



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